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Femininer Yoga (vs. männlichen Yoga)

...warum beides seine Berechtigung hat.


Hej, schön, dass du da bist!

Bestimmt praktizierst du, Yoga, sonst würde deine Interesse bestimmt nicht von diesem Beitrag geweckt worden sein.

Damit gehörst du aller Wahrscheinlichkeit nach zu den circa 3/4 der Yoga-Praktizierenden bei uns in Europa, die Frauen sind. Denn die Anzahl der Yogaschüler*innen ist bei den Frauen weitaus höher, als bei den Männern. Das Gleiche gilt im übrigen auch für die Anzahl der Yoga-Unterrichtenden. Auch hier ist die Anzahl der Frauen, denen, der Männer, weitaus überlegen. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich einige, sogar sehr bekannte, männliche Yogalehrer. Und sogar im Verhältnis zu den bekannten weiblichen Yogalehrerinnen sehr viele.


Um das einmal kurz einzuordnen: Yoga wurde ursprünglich, vor ca. 3500 Jahren im alten Indien von Männern für Männer entwickelt. Und zwar für Wohlhabende Männer der oberen Kasten. Die Praxis, die entwickelt wurde, wurde mit der Zeit immer extremer und exklusiver.

Die Asana-Praxis ist dabei natürlich nur ein (kleiner) Teil der gesamten Yogalehre gewesen, gehört(e) aber ganz wesentlich dazu. Diese Praxis ist eine sehr intensive Praxis gewesen, bei der es zum einen darum ging, den Körper zu kräftigen, aber eben auch durch gezielte Dehnung geschmeidig werden zu lassen.

Ohne an dieser Stelle stänkern zu wollen, denn ich bin nun schon seit einigen Jahren Yogalehrerin und genau in dieser fordernden Praxis im männlichen Stil ausgebildet, aber ich denke, dass Yoga Asana, so wie wir sie kennen, für uns Frauen eine kleine Revolution vertragen könnte.


Lass uns ganz kurz noch einmal einen Blick auf die zeitliche Einordnung werfen: Yoga wurde vor etwa 3500 Jahren entwickelt, wie du oben ja schon gelesen hast.

Ja, genau, SO alt ist er schon!

Zwar wurde in den alten indigenen Völkern immer sehr naturnah und entsprechend weiblich und männlich zyklisch orientiert gelebt. Es bleibt aber dabei, dass Yoga von Männern für Männer entwickelt wurde und Frauen erst viel, viel später überhaupt den Zugang und die Erlaubnis bekommen haben, Yoga zu praktizieren.

Um dir auch hier zeitlich nochmal eine Einordnung zu geben, seit ca 650 Jahren ist es Frauen erlaubt Yoga zu üben. In Anbetracht der Tatsache, dass Yoga schon so alt ist, ist die Benachteiligung der Frauen wieder auffällig lang.



Shakti is back!


Für Frauen ging es zu dieser Zeit dann aber so richtig los. Sehr beliebt wurde der Tantra Yoga und Kundalini Yoga. Beide Richtungen sind auch heute noch sehr stark von Frauen geprägt, gerade im Kundalini Bereich. Endlich wurde auch der Frau ihre Yogapraxis zugestanden. Doch trotzdem war man noch weit weg davon, die weiblichen Bedürfnisse im klassischen Hatha Yoga zu berücksichtigen.

Erst seit ca. 100 Jahren sind wir unserer aktuellen Yogaepoche angekommen. Bis heute ist die männlich entwickelte Praxis vorherrschend, obwohl es schon einige Frauen, auch aus dem indischen Bereich gab, die sich mit Yoga auseinander gesetzt haben und für Frauen angepasste Praxen entwickelt haben, z.B. Geeta S. Iyengar, die Tochter des berühmten B.K.S. Iyenagr, der einen ganzen Yogatsil entwickelt und die Yogwelt geprägt hat.

Es ist Zeit den Yoga, wie wir ihn kennen neu zu erfinden und eine weiblichere Praxis, auf die femininen Bedürfnisse angepasst, zu etablieren!

Ganz kurz: Überleg doch bitte einmal einen Augenblick welchen Stil du hauptsächlich praktizierst.

In den meisten Yogastudios wird Hatha-, Power und Vinyasayoga angeboten. Natürlich gibts es inzwischen auch ein großes Yin Yoga Angebot. Aber Hand aufs Herz: Wenn du Yoga übst, übst du doch tendenziell eine sportlichere Variante um dein Bewegungspensum für dich zu integrieren. Und ganz grundsätzlich ist daran überhaupt nichts falsch!


Vielleicht kennst du aber auch das Gefühl, dass deine Energie in den oben genannten Stunden gar nicht immer die Richtige ist. Und natürlich kennst du bestimmt auch den Ratschlag "Mach die Yogapraxis so anstrengend, wie du es brauchst!". Super Tipp, hat mir in einigen Yogastunden während meiner Menstruation schon geholfen. Ist aber noch nicht die Lösung für das Problem.

Denn die Yogapraxis ist trotz angepasster Energie noch längst nicht an den weiblichen Zyklus angepasst.



Im Grunde braucht jede Zyklusphase ihre Eingene angepasste Praxis. Denn in jeder der vier Zyklusphasen durchlaufen wir Frauen eine andere Energie.

Als Beispiel nehmen wir mal an du bist im zyklischen Herbst: Herbst ist die Phase Nach dem Eisprung. Dein Energielevel sinkt in dieser Zeit langsam wieder und du bereitest dich innerlich schon langsam auf die nächste Menstruation vor. In dieser Phase kommt der Körper aus einem Energie-Hoch und braucht nach und nach mehr Ruhe. Da ist die funkt Vinyasa Klasse vielleicht kurz nach dem Eisprung noch die Richtige, aber spätestens eine Woche danach schreit der Körper nach mehr Yin, nach mehr Ruhe.


Diese Ruhe geben sich aber die wenigsten.

Dabei liegt es auf der Hand.


Zyklisch leben sollte uns Frauen schon als junges Mädchen in der Schule beigebracht werden. Stattdessen haben wir gelernt, dass unsere (blutige) Menstruation etwas ist, für das wir uns schämen und uns verstecken sollen.

It's time to break free!

Das darfst du als Yogini in deine Praxis integrieren.

Wenn du mehr erfahren möchtest, kannst du dich freuen: Am 03. September 2023 werde ich einen Workshop für deine Yogapraxis anbieten, wie du deine Praxis an deine zyklischen Bedürfnisse anpassen kannst.





Wenn du noch tiefer eintauchen möchtest, kannst du dich für meine Yogalehrerinnen Fortbildung The feminine Art of Yoga vom

anmelden. In diesen 4 Tagen werden wir einen Deep Dive in den weiblichen Zyklus in Verbindung mit Yoga machen. Du wirst viel wissen und viele Unterrichtsstrategien für deine Yogastunden an die Hand bekommen.



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